Cochabamba
Nun ist mein zweieinhalb Wochen dauernder Aufenthalt in Cochabamba schon fast vorbei. Gemacht und erlebt habe ich hier eigentlich nicht sehr viel. Ich habe mich hauptsächlich mit der spanischen Sprache befasst. Und ehrlich gesagt, es ist schwieriger als ich es mir vorgestellt habe. Gelohnt hat es sich aber allemal. Ich kann nun einfache Unterhaltungen in Spanisch führen. Zwar noch nicht ganz fliessend, aber das Niveau des hier nötigen Touristenspanisch habe ich überschritten. Gewohnt und gegessen habe ich bei einer Gastfamilie. Am Vormittag besuchte ich jeweils Einzelunterricht (hier kostet eine Woche Einzelunterricht Umgerechnet etwas mehr als hundert Franken) und nachmittags spazierte ich oft im Stadtzentrum rum, trank Kaffee oder las ein Buch. Im Ganzen hat mir Bolivien nicht so super gefallen. Das Land ist sozial und kulturell sehr unterschiedlich. Die Leute hier im Hochland sind alles andere als Gastfreundlich. Ich sah oft Demonstrationen und viele Strassenblockaden, oder es wurde gestreikt (so wie heute, als ich 1 Stunde auf den Bus wartete und keiner kam). Das positive ist, das alles saubillig ist. Hier kostet eine Taxifahrt von einer Strecke Solothurn-Biberist 1.20 Fr. Man kann sich ja selber ausrechen, was alles andere so kostet könnte.
Gestern erhielt ich eine erfreuliche Nachricht aus Paraguay. Die dortigen Behörden arbeiteten schnell, und mein Nummernschild ist bereit, (nach 4 Wochen Bearbeitungszeit!!) um das Hinterteil von meinem Motorrad zu schmücken. Aber das nächste Problemchen lässt nicht lange auf sich warten. Die Bolivianer akzeptieren meinen Schweizer Motorrad Führerschein nicht (wie könnten sie auch, bei unserem einfachen Strassengesetz). Die hiesigen Beamten erklärten mir freundlich, dass europäische und amerikanische Führerscheine nicht akzeptiert werden! Jetzt habe ich zwei, oder besser gesagt drei Möglichkeiten: 1. Einen internationalen Führerschein kaufen (ist am teuersten). 2. Die bolivianisch Motorradprüfung absolvieren (das läuft hier so ab: einmal um den Block fahren und dem Prüfer 5 Dollar in die Hand drücken), und den bolivianischen Führerschein mit meinem Foto drauf erhalten. 3. Mit meinen Schweizer Ausweis und genügend Kleingeld reisen (Verhalten bei Kontrollen wie bei Punkt 2.).
Hey Glückwunsch, dass es jetzt doch schon mit den Papieren geklappt hat! Die nächste Hürde schaffst du ganz bestimmt auch, bloss nicht aufgeben! Jetzt kann es endlich los gehen!!!
AntwortenLöschenVIU GLÜCK :-)
Joanna
Manisl - Che Guevara ;-)
AntwortenLöschenHanisl
Einmal um den Block.... Schaffst du das? Ah ja: das machen ja die Dollars. Bin für Lösung Nummer zwei.
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