Trinidad - Santa Cruz


Wenn ich ehrlich bin habe ich von Trinidad mehr erwartet, als dass wo ich nach Ankunft geboten bekam. Ein  Platz im Kolonialstil plus eine Kirche, von welcher die Glockenschläge aus einem Lautsprecher klangen, waren die Highlights. Da ich aber auf meiner Reise gelernt habe, dass man am besten mit keinen Erwartungen loszieht, stimmte mich das auch nicht schlecht. Und zum Glück gibt es ja Busse, so dass ich nur eine Nacht hier verbringen muss und am nächsten Morgen weiterziehen kann. Tags darauf die Überraschung am Busterminal: „No hay Colectivos“ (es hat keine Busse). Die Verbindungsstrasse zur Millionenmetropole Santa Cruz ist auf unbestimmte Zeit blockiert! Das ist jetzt bestimmt schon die 7 Strassenblockade wo ich in Bolivien erlebe. Der Bolivianer hält es wohl für einfacher, Strassen zu blockieren, wenn er von der Regierung  Evo Morales wieder etwas subventioniert haben will, anstatt aus dem Schatten aufzustehen, und die bei Regen unpassierbaren Erdwege selbst zu asphaltieren. Man muss dazu vielleicht auch noch sagen, dass bei Hunger bloss die Angel ausgeworfen werden kann, oder die Orangen vom Baum gepflückt werden müssen. Somit ist die Arbeitsmoral nicht ganz die gleiche wie in unseren Breitengraden. Ich reise jetzt fast drei Monate in diesem wunderschönen Land umher, und die Einstellung von den Bolivianern kann ich auch gut nachvollziehen. Trotzdem bin ich froh, wenn ich wieder nach Hause in mein gemachtes Nest gehen kann. Soviel zu dem. Ich sitze also hier in einer Stadt, dessen Name heilige Dreifaltigkeit bedeutet.“ Tierra - Agua - Cielo“ dachte ich mir. Da der Überlandweg wegfällt, bleibt noch das Wasser und Luft. So ging ich zuerst zur Bolivianischen Marine, und fragte wann das nächste Kriegsschiff Flussaufwärts schippert. „in nächster Zeit leider nur Flussabwärts Richtung Brasilien“ antwortete mir ein Offizier. Bleibt noch der Himmel als letzte Rettung. Nachmittags pilgerte ich dann zu einem Büro von einer Gesellschaft, die eine kleine Flotte avionetas betreiben. Zugegeben, ich wäre gerne mit einem Kleinflugzeug über den Amazonas geflogen. Der Preis von 50 Dollar war mir dann aber doch etwas zu teuer. Abends als ich auf der Plaza  auf einer  Parkbank sass, kam mir die längst fällige Idee wo mich befreien würde! Tags darauf  fuhr ich mit einem kleinen Bus bis zur Blockade. Danach lief ich über ein paar Baumstämme auf die andere Seite und war in Freiheit. Von da aus nahm ich dann insgesamt 3 verschiedene Micros bis nach Santa Cruz.

So sieht eine Strassenblockade aus.

Abendstimmung auf der Plaza

Obama war auch noch gerade in der Stadt

Kommentare

  1. für fünfzig Dollar über dem Amazonas, DAS hätte ich gemacht!

    Check am besten noch die Fluggesellschaft, ob mit der Buchung alles geklappt hat für den Endflug. LG, Dimi und bis bald.

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  2. He's back! He looks gorgeous!
    Hannah likes

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  3. welcome home! hat mich gefreut, dich wieder zu sehen. wir müssen unbedingt mal einen "jammer"-nomi bei apéro oder so machen ;-)

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