Ushuaia 10.-11.1.12.



Ushuaia ist wahrscheinlich die südlichste Stadt von Südamerika und liegt in Argentinien. Von hier aus starten die ganzen Expeditionsfahrten in die Antarktis. Ich schätze die Einwohnerzahl so auf vierzig tausend, und im Winter wird es wohl halb so viele haben. An der Kälte im Sommer, der späten Dämmerung und den Schneefelder auf den Gipfeln war mir klar, wie weit südlich diese Stadt liegt.

Ich zog so gegen halb zehn Uhr abends los, eingepackt in eine dicke Jacke, und in Begleitung anderer Crews. Mit von der Partie war ein alter Seefahrer, der Ushuaia fast besser kannte als seine Heimatstadt. Er führte uns in ein Steakhouse, in welchem richtig feines, argentinisches Beef auf dem offenen Holzkohlegrill brutzelte. Nach so harter Arbeit war es einfach schön, sich zu setzen, in ein saftiges T-Bonesteak zu beissen und dazu ein guter Rotwein zu geniessen. Hmmm! Während ich so dasass, sehnte ich mich nach dem „richtigen“ Leben an Land. Aber ich verschwendete nicht viel Zeit daran, schließlich habe ich keine Chance, einfach da zu bleiben. Aber ich weiss jetzt natürlich, was mich beim zweiten Anlaufen von Ushuaia erwartet. Freiheit! Vor dem nach Hause gehen (ins Schiff meine ich natürlich) gingen wir noch in das British Pup von Ushuaia. Nicht allzu lange, es war ja das halbe Schiff wieder da. Ich schlief schon um zwei Uhr ein.

Erstaunlicherweise stand ich ohne Kater auf J. Den Könnte ich auch nicht brauchen an einem Embarkationstag. Wir verladeten etwa 60 Tonnen Waren. Eine gigantische Menge für ein so kleines Schiff wie die Hanseatic. Das Verladen machte mir richtig Spass. Ich war am Förderband und war das erste Glied auf dem Schiff. Auf der anderen Seite an der Pier standen Argentinier, welche mir die Waren zuschoben. Die Kehrseite an der Arbeit war, dass ich fast keine Pause hatte, und somit nur noch eine Stunde Zivilisation vor dem „Leinen Los“ hatte. Eine weitere wichtige Änderung hat es auch noch gegeben. Ich habe jetzt einen neuen Küchenchef. Dieser wirkt auf mich wesentlich sympatischer. Der alte ging, und hatte mich zum Abschied mit einem No Return bewertet. Mit anderen Worten gesagt darf ich von der Companie aus kein zweites Mal aufsteigen. So gegen sechs Uhr abends fuhren wir mit neuen Gästen los mit Kurs Richtung Falklandinseln.

Kommentare

  1. T-Bonesteak, Rotwein, no return --> Enjoy it!
    hnsl

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  2. No return, das würde ich nicht auf mir sitzen lassen. Wer für das schlechte Arbeitsklima verantwortlich ist, darf seine Untergebenen nicht dafür bestrafen, dass sie nicht optimal arbeiten.

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