Dschungel

Bolivien hat ¾ aller Ökosysteme der Welt. Da ist es naheliegend, das auch ein Dschungel im Lande liegt. Es war schon immer ein Traum von mir, in den Urwald zu gehen, und da ein paar Tage und Nächte zu bleiben. Von Rurrenabaque aus bot sich mir die Gelegenheit, den Madidi National Park zu besuchen. Dieser Nationalpark hat die meisten Tiere der Welt, und ist fast halb so gross wie die Schweiz! Ich buchte eine Ökotour. Diese kostete zwar etwas mehr (total 150 Franken), dafür gehen Führer und Gäste sehr sensibel mit dem Kreislauf der Natur um. Als es tags darauf losging, fuhren wir mit einem Einbaum ähnlichen Boot den wunderschönen Rio Beni hoch. Der erste Tag war mit der Fahrt, und einem gemütlichen, 2 stündigen Spaziergang recht gechillt. Danach schlief ich in einem Himmelbett, inmitten des Dschungels, ein. Der zweite Tag begann schon mit einem Highlight zum Frühstück. Jede Menge Pancakes! Gestärkt durch das reichhaltige Morgenessen machte ich mich auf, zusammen mit meiner Vierergruppe, und erkundeten Flora und Fauna von einem Sumpfgebiet. Die Gummistiefel waren dabei echt das richtige Schuhwerk. In der zweiten Tageshälfte packten wir Schlafsack, Moskitonetz und Proviant in unseren Rucksack. Wir verliessen das Dschungelhotel und drangen, mit Hilfe von einer Machete, tiefer in den Urwald. Am Übernachtungsplatz angekommen richteten wir schnell unseren Schlafplatz ein. Danach gingen wir zu einem Felsen wo die richtigen (die roten) Papageie leben. Ich war echt beeindruckt und genoss es, diese bunten Vögel in der Wildnis bestaunen zu können. Nach dem Abendessen gingen wir auf einen Nightwalk. Als wir mitten in der Dunkelheit standen, schalteten wir für einen Augenblick unsere Stirnlampen aus und lauschten dem Klang des Naturparadieses. Mit dieser Begleitmusik schlief ich eine halbe Stunde später auch ein. Als wir tags darauf zurück zum Hauptcamp gingen, bauten wir ein Floss. Es war eine simple Konstruktion, die uns aber ganz gut auf dem Fluss trug. In der Lodge gab es dann noch ein Mittagessen, und danach ging es auf der Wasserstrasse wieder zurück nach Rurrenabaque. Neben Mückenstichen blieb noch viel anderes, wo mich an den Urwald erinnerte. Mir zeigten sich Schlangen, Riesenkröten, Vogelspinnen, Affen, Wildschweine, Schildkröten, Blattschneiderameisen, verschiedene Papageien und jede Menge schöne Flora.


Kommentare

  1. Dein Bericht sowie deine Bilder sind wie immer fantastisch! Du schilderst deine Erlebnisse immer so authentisch, dass man das Gefühl hat dabei gewesen zu sein. Vielen Dank dafür!
    Hab weiterhin viele schöne, unvergessliche Erlebnisse!
    Ich drück dich!
    Joanna

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  2. Manisl, ich dachte schon, du bist im Dschungel verschwunden! ;-) Schön, von dir zu hören.
    LiGru, Hanisl

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