21.12.11.
Der erste Seetag der Überfahrt schaukelte uns in ein kälteres Fahrgebiet. In den Gängen hat es überall Kotztüten und die Kellner tragen nun das Antarktis Tenue, welches aus einem dicken Wollpulover besteht (für die Terrasse). Dafür bleibt es jetzt bis abends um neun Uhr hell, und jeden weiteren Tag wird es länger hell bleiben ;). Ich habe mich unterdessen bei der Arbeit gut eingelebt. Mit den meisten habe ich einen sehr guten Kontakt, aber ein richtiges Team- oder Familiengefühl ist hier nirgends spüren. Eine Kollegin von mir, welche auf dem „Traumschiff“ MS Deutschland gearbeitet hat, empfindet das auch so wie ich. Man arbeitet, und danach geht man auf eine Kabine saufen, oder schlafen. Wenn es nach mir geht, dürfte der Crew etwas mehr geboten werden. Vor allem, wenn man 21 Tage nur im Meer rumschifft und nirgends an Land gehen kann. Ich schwanke noch immer zwischen der Entscheidung von einem verfrühtem Abgang oder durchschaukeln.
musst ja jetzt noch nicht entscheiden. Wie wären denn die Modalitäten? Wieviel Kündigungszeit hast Du? Hast ja noch Zeit.
AntwortenLöschenBestimmt entwickelt sich unter gewissen Leuten eine Art Leidensgemeinschaft, Zusammenhalt in der speziellen Situation. Wenn Du nur 1 - 2 Menschen hast, mit denen Du etwas mehr als saufen kannst, sprich reden, bist Du gerettet. Nun bist du schon cheibelang auf dem Boot - und hast schon so viel gesehen. Es ist wirklich toll, was Du uns immer zu erzählen hast, derweil wir hier - mittlerweile in der Nässe - im Alltag trödeln....
Dominik übernimmt Deinen Part als Küsche. Es gibt zur Vorspeise Gröwettenkockteil, dann Salat ( theres ) ev. es Süppli, Gigot von der Chilchschwand mit Kartoffelstock spezial ( Aligout) und Rüebli, zum dessert Mandarinentiramisu (Theres). Wir sind 10 Personen. Christoph, Dimitri, Dominic, Michael, Dominik Hippo, LeaHaLi plus theres und Noah! Im Vergleich zu zu Dir eher bescheiden
Uebrigens: bei uns ist heute der kürzeste Tag.....
AntwortenLöschenDeine Berichte machen mich irgendwie glücklich. Du kriegst doch einiges mit von der Welt.
AntwortenLöschenich finde übrigens nicht, dass du deinen Vertrag unbedingt zu Ende fahren musst. Manchmal braucht das Eingeständnis mehr Mut, seinen Vorstellungen erlegen zu sein, als an ihnen festzuhalten. Ich wünsche dir gute Kameradschaft. Und geniesse für mich den südlichen Sternenhimmel, den ich schon lange einmal sehen möchte. Spezielle Grüsse an das Kreuz des Südens.