Mozambique




Als ich heute Morgen in die Küche kam, war der Bäcker schon fast fertig mit seiner Arbeit, und hatte bald Feierabend. Meistens gehe ich vor meinem Arbeitsstar mit dem Bäcker Theo, einem Ostfriese Mitte vierzig, auf das Sonnenddeck. Er raucht dann eine und denkt an das Feierabendbier, ich schlürfe meinen Milchkaffee um wach zu werden. Wir waren gerade in einem Hafen vor Mozambique. Es war Morgensonne, die Luft roch nach einer warmen Meeresbrise, vermischt mit Dieselgeruch, und Theo erzählte mir, wie immer, von seinen Räubergeschichten. Es gibt praktisch keinen Hafen wo Theo nicht kennt. Er fährt ja auch schon zwanzig Jahre. Als ich auf dem Deck stand und auf die Hauptstadt Mozambique`s sah, fiel mir auf, dass die Gegend wieder total anders aussah. Schade konnte ich heute nicht raus. So blieb mir nur der Geruch der Stadt, die freie Sicht vom oberen Deck und Geräusche vom Berufsverkehr. Besser als nichts. Den Rest des Tages verbrachte ich, wie so oft, auf Deck vier in der Cold Galley. Abends hatte dann noch eine meiner Schweizer Kolleginnen ihren Geburtstag gefeiert. Wir assen, tranken und tanzten bis tief in die Nacht.







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