Südgeorgien


Heute Morgen als ich die Küche ging, hatte ich noch den Kissenabdruck im Gesicht. Ich habe wiedermal 7 Stunden am Stück geschlafen. Es dauerte etwa eine Stunde, bis ich in die Gänge kam. Und in dieser ersten Stunde wurde mir einmal mehr klar, dass ich nur die Nummer 064 bin und nicht Mantou. Der Küchenchef kam mit meinem Stundenblatt zu mir und sagte, ich solle doch bitte noch die Stunden vom heutigen Tag eintragen. Darauf fragte ich ihn, welchen Stundenansatz ich denn eintragen solle. Er nahm das Blatt zu sich und meinte, wenn ich zu blöd bin, gibt es für heute halt keine Stunden. Solche Situationen sind dann schon Mühsam. Ich gebe meine Energie lieber dem kochen, als sich ewig durchsetzen zu müssen. Um zehn Uhr ging ich dann mal hoch ans Deck. Wir kamen heute ja in Südgeorgien an. Ein Wahnsinnserlebnis. Es war kalt und hell. Von weitem sah ich Pinguine und Gletscherzungen, welche auf einem Felsen endete. Von oben schoss das Schmelzwasser in Wasserfällen in die eiskalte See. Der Moment hatte was Mystisches. Ich weiss, dass diese Region einer der Unangetasteten der Welt ist. Und je südlicher wir Fahren, desto extremer wird es. Ich befinde mich also in einer wirklichen Märchenwelt. Ihr dürft also neidisch sein. Der Lohn für die Strapazen wird mir in Eisbergen, Pinguinkolonien, Wahlfischen, gigantische Gletscher, ewigem Eis, Mitternachtssonne, Robben und unberührter Natur ausbezahlt.

Kommentare

  1. manizler, so schöne bilder! geniesse all das, vor allem da du weisst, dass du in 10 tagen freeeee bist :) guxle lisa

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