Heute Montag ist ein spezieller Tag gewesen. Embarkation. Die alten Gäste gehen, und ein paar Stunden später kommen die Neuen. Für das Houskeeping heisst das Stress pur. Für die Küche weniger. Wir mussten Bloss 5 Container neue Frischware verladen. Mittagessen musste keines gekocht werden. Also hatte ich satte 4 Stunden freie Zeit. Ein Wahnsinn. So lange Arbeitsunterbrechungen habe ich sonst nur nachts. Ich ging nochmal in die Stadt. Diesmal aber alleine. Nur mit Kopfhörer, Kamera und ein paar Geldscheinen bewaffnet suchte ich ein Internetcafe oder ein Telefonshop. Ausser viele geschäftstüchtige Einheimische, welche Früchte verkauften, oder Inder, die mit Kaschmir handelten, fand ich nichts. Telefoniert wird jetzt halt erst an Weihnachten.

Nachdem ich die Sicherheitszone mit Metalldetektor passierte, und wieder an Bord der Hanse war, musste ich meine Kabine räumen. Mein alter Kabinenmacker hat die Koffer gepackt und ist wohl schon bald zu hause. Neu wohne ich mit dem Chef Entermentier zusammen. Ein 21 Jähriger Österreicher, bei dem neben dem kochen auch Party und Saufen nicht zu kurz kommt.






Diesen Sonntagabend waren wir das erste Mal über Nacht in einem Hafen und hatten eine Overnight. Normalerweise fährt das Schiff in der Nacht zum nächsten Ort. Und so zog ich mit der halben Crew in der Stadt rum. Da aber Sonntag war, traf sich plötzlich die ganze Crew in dem einzigen, noch offenen Lokal. Speziell zu erwähnen ist vielleicht noch, dass die Bar auf einem Floss war. Hmm…als ob ich mit meinen Crews nicht schon genug schaukelnd Bier trinke. Die nächste Overnight wird in Kapstadt sein. Da werde ich aber bestimmt nicht mit der ganzen Traube an Leuten rausgehen.

Kommentare

  1. Ich bin froh, dass du immer wieder mal an Land kommst und dich unters normale Volk mischen kannst. Nur schade, dass die Zeit für Bekanntschaften so kurz ist.
    Herzgruss aus dem regnerischen Solothurn.

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